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er „Tatort“ ist auch nach 46 Jah-

ren im TV-Geschäft nicht wegzu-

denken. Erst im Februar bescher-

te die Krimireihe dem ORF einen neuen

Rekord: Als Harald Krassnitzer und Adele

Neuhauser den Fall „Sternschnuppe“ lös-

ten, schauten insgesamt 1,14 Millionen

Menschen zu. Das waren so viele wie seit

1995 nicht mehr. Der Marktanteil lag bei

starken 33 Prozent. Und auch in Deutsch-

land war der Austro-„Tatort“ mit 9,4 Mil-

lionen Zuschauern ein Erfolg.

Aber die „Tatort“-Highlights in diesem

Jahr sind noch lange nicht vorbei: Im

Herbst steht die tausendste Ausgabe des

Krimiklassikers an, zudem folgt ein weite-

rer Österreich-„Tatort“. Auch da dürften

die Quoten herausragend ausfallen. Harald

Krassnitzer und Adele Neuhauser drehen

heuer übrigens gleich drei neue Filme.

Wenn die Arbeiten daran abgeschlossen

sind, werden die beiden Schauspieler alles

in allem in 15 „Tatort“-Folgen zusammen

aufgetreten sein.

Inzwischen haben sich echte Fangrup-

pen der Serie gebildet. Besonderes High-

light: gemeinsames Schauen der jeweils

neuesten Folge. Ein Public-Viewing-Hot-

spot ist etwa das Top Kino in der Wiener

Rahlgasse, das jeden Sonntag die aktuellste

Folge zeigt. Der Eintritt ist natürlich frei,

wirtschaftlich dürfte sich das Geschäft

durch den Verkauf von Speisen und Ge-

tränken aber dennoch lohnen. Aber auch

in den Lokalen Hawidere (15. Bezirk),

Little Stage (5. Bezirk), Moped (3. Bezirk)

und Philosoph (1. Bezirk) können „Tatort“-Fans ihre Serie jeden Sonntag öffentlich

und kostenlos schauen.

Doch nicht alles, was die „Tatort“-Ma-

cher anfassen, wird zu Gold. „Tschiller: Off

Duty“, der erste „Tatort“ mit Til Schweiger,

der vorab im Kino gezeigt wurde, fiel in

den Lichtspielhäusern glatt durch. Am

ersten Wochenende sahen den Streifen in

Deutschland lediglich 110.000 Menschen,

gleich fünf andere Filme performten besser.

Auch die regulären Schweiger-„Tatorte“

erlebten zuletzt einen kleinen Quotenein-

bruch. Der Held selbst führt das auf zu viel

Action zurück. Die spektakulären Eröff-

nungsszenen hätten oft Zuschauer gekos-

tet, sagt er. „Die, die nicht weggeschaltet

haben, die sind dann zwar drangeblieben

wie ein Brett, aber man sollte das Publikum

in den ersten Minuten besser nicht zu sehr

schocken.“ In dieser Beziehung ist der

soeben ausgestrahlte Österreich-Rekord-

„Tatort“ eine Art Musterschüler.

orf/Petro Domenigg

12

bestseller

_eins 2016

bestpractice

Läuft und läuft gut:

Krimi-Dauerbrenner Tatort

Die Traditionsmarke des deutschsprachigen Kriminalfilms

bescherte dem ORF einen Quotenrekord im neuen Jahrtausend.

Linzer Modelabel

sammelt Geld

Mit sogenannten „Inspire Boxes“ will

das Linzer Mode-Start-up Vresh Geld

einsammeln, um künftig fair produzierte

T-Shirts herstellen zu können. In jeder

Box sind T-Shirts mit persönlichem, auf

den Investor abgestimmtem Design so-

wie eine 0,2- oder 0,5-prozentige Unter-

nehmensbeteiligung enthalten. Kosten:

5.000 beziehungsweise 20.000 Euro.

Zwölf Boxen will Vresh verkaufen.

Puma bekommt den

Rücken gestärkt

Der französische Kering-Konzern steht

trotz sinkender Gewinne weiter zu

seiner Sportartikel-Tochter Puma und

stärkte dem deutschen Unternehmen

soeben in einer öffentlichen Erklärung

den Rücken. Dank der Werbeikone

Rihanna, die sich auch im Modedesign

versucht, trug Puma zuletzt 3,4 Milliar-

den Euro (Gewinn: 92 Millionen) zum

Kering-Jahresumsatz bei.

Urlaub für Familien

bedürftiger Kinder

Die Agentur kommunikationsbuero, die

sich in Wien auf Social Communications

spezialisiert hat, promotet auf der Website

wijug.at

einen Verein, der den Kindern

bedürftiger Wiener Familien beinahe kos­

tenlos zweiwöchige Urlaube in schönen

Gegenden in ganz Österreich ermög­

licht – begleitet von ausgebildeten Sozial­

arbeiterinnen. Der Verein wird auch von

der Mag elf der Stadt Wien unterstützt.

Österreich wird

langsam Breitband

Österreich liegt bei der Durchdringung

mit mobilen Breitbandanschlüssen in

einem OECD-Ranking relativ weit hinten,

holt aber langsam auf. Derzeit nimmt

unser Land den 22. Platz ein, auf hundert

Einwohner kommen bei uns 67,2 mobile

Breitbandverträge. Spitzenreiter ist Finn­

land mit 138,8 Verträgen. Europaweit ist

die Abdeckung mit mobilem Breitband

zuletzt auf 85,4 Prozent gestiegen.