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fh hagenberg, Starship (2)

best

practice

A

uf einem elf mal fünf Meter gro-

ßen Areal wurde eine Person mit

einer Virtual-Reality-Brille aus-

gestattet, während die anderen Teilneh-

mer im Raum mit einem Laser-Tracking-

System aus der Technologieschmiede des

Linzer Ars Electronica Futurelabs erfasst

wurden und so für den Träger der VR-Brille

auch in der künstlichen Welt zu sehen wa-

ren. Mit einem Leap Motion Scanner an

der VR-Brille wurden die Hände des Bril-

lenträgers getrackt, mit denen dieser durch

Zeigen und Antippen die Figuren in seinem

Umfeld zum Vibrieren bringen und um­

färben konnte. Alles geschieht in Distanz,

ohne dass die Menschen, die real im Raum

sind, berührt werden müssen. Das virtuel-

le Blickfeld war für alle in einer großflächi-

gen Projektion sichtbar. Bis zu 25 Perso-

nen können sich gleichzeitig im Raum

bewegen, auf diesen einwirken und damit

in virtuelle und reale Interaktionen treten.

Das Projekt spielt so mit interpersonellen

Distanzen zwischen den Akteuren in der

Virtualität und Realität. Die Installation

stammt von der Forschungsgruppe „Play-

ful Interactive Environments“ des Campus

Hagenberg der FH Oberösterreich.

Kunstvolle Grenzüberschreitung

Sonoma:

Produktiver

Dank App

Microsoft konzentriert

sich zunehmend

auf den Bereich der

Produktivitäts-Apps

Vor wenigen Monaten hat das Unter-

nehmen die App Genee gekauft, mit

der sich Meetings automatisiert pla-

nen und verwalten lassen. Nun brach-

te der Softwarekonzern mit Sonoma

eine weitere Produktivitäts-App auf

den Markt, die User zu mehr Produkti-

vität in der Arbeitswelt animieren soll.

Die größte Gemeinsamkeit der beiden

Apps ist, dass sie auf Terminplanung

außerhalb von klassischen Kalender-

Apps fokussieren. Sonoma, mit der

sich Arbeitsschichten einfacher pla-

nen und verwalten lassen sollen, un-

terscheidet drei Bereiche: Schichten,

Chats und Anfragen. Geeignet ist die

App also zur Arbeitsplanung von

Teams, die im Schichtdienst arbeiten,

etwa Personal in Restaurants oder

Mitarbeiter in Fabriken. Mit einer

Chatfunktion sollen Kommunikation

und Absprachen zwischen den einzel-

nen Teammitgliedern erleichtert

werden. Darüber hinaus gibt es

einen Bereich für offene Anfragen,

beispielsweise zum Tausch von

Arbeitsschichten.

Im App Store von Apple und im Google

Play Store wird Sonoma als „Private

Preview“ angeboten. Derzeit wird die

App also ausschließlich von einem

kleinen Kundenkreis getestet.

Die Grenzen zwischen virtueller und realer Welt verschwimmen:

In der interaktiven Installation „PIEdeck: Invisible Walls“ konnten

Personen im Rahmen der Vienna Design Week in der virtuellen

Welt mit realen Menschen interagieren.

10

bestseller

_fünf 2016

Selbstfahrend in Österreich

Autonomes Fahren beschäftigt die Automobilbranche

Auch das Grazer Forschungszentrum Virtual Vehicle präsentiert deshalb seine

Aktivitäten zu einem der größten Zukunftstrends im Straßenverkehr. In den

kommenden Jahren sollen Hard- und Softwarekomponenten für die Fahrzeugau-

tonomie in der Praxis geprüft werden. 2017 soll es auch auf Österreichs Straßen

mit der ersten Testregion so weit sein. Ein umgebauter Ford Mondeo namens

„AD Demonstrator“ beinhaltet bereits jetzt eine Reihe von Fahrerassistenz­

systemen und ist damit für die Interaktion mit verschiedenen Sensor- und Soft-

warekomponenten gerüstet. Das Auto hat ein eigenes von Virtual Vehicle entwi-

ckeltes Betriebssystem, das mit der Bordelektronik verbunden ist. Das Fahrzeug

selbst ist mit einem Laptop verbunden, und so lässt sich der Wagen mit einem

Spielkonsolen-Controller steuern. In den nächsten Jahren sollen zusätzliche

Elemente, wie Kameras oder Radar, installiert werden. Erste Teststrecken sollen

in der Steiermark und Oberösterreich eröffnet werden. Dazu nehmen die Bundes-

länder an einer Ausschreibung teil, die im Oktober angelaufen ist.