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Die Multiscreen-Nutzung ist dabei ein Trend, der in den vergan-

genen Jahren immer weiter zugenommen hat. Besonders junge

Nutzer schauen, während sie fernsehen, gerne auf das Smart­

phone oder Tablet. Das bestätigt auch eine Goldbach-und-MEC-

Studie, die gemeinsam mit MindTake Research unter 1.003 Perso-

nen durchgeführt wurde. Drei Viertel aller 15- bis 29-Jährigen

nutzen das Smartphone parallel zum TV, in der Gesamtbevölke-

rung ist es immerhin die Hälfte. Snapscreen, eine Erfindung des

gleichnamigen Wiener Start-ups, soll die Kluft zwischen Fernsehen

und Internet nun überwinden.

Die Idee dazu kam Thomas Willomitzer bei seiner Arbeit für den

früheren Jajah-Gründer Daniel Mattes, der das Start-up Jumio im

kalifornischen Palo Alto ins Leben gerufen hatte. Willomitzer saß

gemeinsam mit Kollegen beim Super Bowl, da bemerkte er, dass

die Verknüpfung zwischen TV und Internet nur vage funktionier-

te – die Idee zur App Snapscreen war geboren. Fernsehbilder kön-

nen über die App abfotografiert werden, danach erhält der User

Informationen zur Sendung, Links zu weiterführenden Websites,

Bilder und Videos. Basis für die App ist die Bildererkennungs­

technologie, die das Team in den vergangenen Jahren entwickelt

hat. Seit Kurzem ist die App nun für das Apple-Betriebssystem

iOS zum Download verfügbar. Und bietet damit auch Werbern

die Möglichkeit, ihre Spots zu platzieren. So könnte etwa bei

Fußballspielen auf Wetten zu den Spielen oder bei TV-Serien zu

Onlinehändlern mit Merchandising-Artikeln verwiesen werden.

Wiener Start-up

verbindet TV

mit Internet

Immer mehr Menschen

schauen beim Fernsehen

auf das Smartphone.

news.cn (2)

best

trends

D

auerstau und Verkehrschaos sind

im Land des Lächelns an der

Tagesordnung. Aus der Not

machten chinesische Ingenieure eine Tu-

gend und erstellten ein Modell des soge-

nannten Tunnelbusses, das im Frühjahr

dieses Jahres auf einer Hightech-Messe in

Peking präsentiert wurde. Der große

Bruder des Modells, der „Transit Elevated

Bus“ (TEB), wurde nun realisiert: 22 Meter

lang, 7,8 Meter breit und 4,8 Meter hoch,

sodass Platz für zwei Fahrspuren und bis

zu zwei Meter hohe Fahrzeuge bleibt. Der

Bus kann über mehrere Autos hinweg­

gleiten, elektrisch angetrieben werden und

300 Fahrgästen Platz bieten. Das Gefährt

rollt auf 16 Rädern über den Straßenver-

kehr, dazu kommen acht Führungsräder,

die mit Leitschienen in Kontakt stehen und

den TEB auf Spur halten. Dabei erreicht

der Bus eine Maximalgeschwindigkeit von

50 Kilometer pro Stunde. Der „3D-Bus“

soll rund ein Fünftel billiger als der Bau

von U-Bahnen sein und innerhalb von nur

einem Jahr in Städten installiert werden

können. Derzeit wird der Bus in der nord-

ostchinesischen Stadt Qinhuangdao auf

einem geschlossenen Gelände getestet.

Die Nachrichtenagentur Xinhua bestätigt,

dass von einigen Regierungen Interesse an

dem Fahrzeug besteht, darunter Brasilien,

Indien, Frankreich, Indonesien. Experten

warnen allerdings auch davor, dass der

Tunnelbus Unfälle verursachen könnte.

Der Grund: der in China vorherrschende

chaotische Verkehr.

Verkehrschaos war gestern

Auf die ursprüngliche Vision folgt nun der sogenannte

„Transit Elevated Bus“, der einfach über den Verkehr

hinwegfährt. Der Stelzenbus wird in der chinesischen

Stadt Qinhuangdao derzeit getestet.

8

bestseller

_vier 2016

Der Transit Elevated Bus fährt über den

gewohnten Verkehr hinweg. Kostenpunkt

pro Stück: etwa vier Millionen Euro.