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Wikipedia umfasst allein in ihrer deutsch-

sprachigen Ausgabe fast zwei Millionen

Artikel, weltweit sind es 37 Millionen. Aber

was sagen diese Zahlen aus? Um diese

riesige Datenfülle der Online-Enzyklopädie

auch visuell und haptisch erfahrbar und

greifbar zu machen, rechnete der New

Yorker Künstler Michael Mandiberg die

deutschsprachige Wikipedia-Ausgabe in

druckbare Artikel um und schuf mit 3.406

digitalen Bänden eine ganze Bibliothek des

Wissens. Rund hundert Bände davon

wurden exemplarisch gedruckt, der Rest in

Form von Buchrücken als Fototapete an

eine Wand geklebt. Herausgekommen ist

eine begehbare Bibliothek, die in der Berli-

ner Galerie Import Projects zu sehen ist.

Mit 1.926.300 Artikeln ist der dort

dokumentierte Stand der deutschsprachi-

gen Wikipedia-Ausgabe nicht mehr ganz

aktuell – die Daten stammen vom März

dieses Jahres. Es darf angenommen

werden, dass die Online-Enzyklopädie

seither weiter angewachsen ist. Der New

Yorker Künstler schätzt, dass bis Jahres­

ende die Zwei-Millionen-Marke geknackt

werden wird. Er selbst habe im Jahr 2009

damit begonnen, sich intensiver mit Wiki-

pedia auseinanderzusetzen. Vor einem Jahr

hat er sein Installationsprojekt bereits mit

der englischsprachigen Wikipedia-Ausgabe

abgeschlossen, die etwa doppelt so groß ist

wie die deutschsprachige Ausgabe.

Begehbare

Wikipedia-

Bibliothek

Der Trend der online gespeicher-

ten Inhalte auf Wikipedia geht

nun auch in die Offline-Welt: Ein

Installationsprojekt zeigt, wie.

bmw, Michael Mandiberg/Denny Gallery (2)

best

trends

D

ie Vision des automatisierten

Fahrens gibt es fast so lange wie

das Automobil. Auf der New

Yorker Weltausstellung 1939 wurde die

Idee in der Ausstellung „Futurama“

präsentiert. 1960, hieß es, sollte es so weit

sein. Über 50 Jahre später sind Autos, die

sich teilautomatisch fortbewegen, keine

Zukunftsmusik mehr. Valet Parking

(fahrerloses Parken), Staufolgefahren

(Fahren im Stau) und das 5G-Netz gehö-

ren bald zur Standardausstattung. Ab

Herbst soll es die ersten Teststrecken für

automatisiertes Fahren in Österreich ge-

ben. Verkehrsminister Jörg Leichtfried

(SPÖ) präsentierte kürzlich den „Aktions-

plan Automatisiertes Fahren“. Die Aus-

schreibungen für das Projekt sind gestartet,

und das Ministerium finanziert ein Förder-

paket von 20 Millionen Euro. Eine neue

Novelle im Kraftfahrgesetz soll es möglich

machen, die Tests auf öffentlichen Straßen

und Teststrecken durchzuführen. Die

Begutachtung der Novelle erfolgt durch

den Verkehrsausschuss.

Zukünftig effizient

und sicher unterwegs

Ziel des Aktionsplans soll die

Umsetzung der „Use Cases“ sein,

die potenzielle Einsatzmöglich-

keiten des automatisierten

Fahrens zeigen. Von den sieben

werden drei besonders hervorge-

hoben, wie „Sicher von A nach B

kommen“, „Vernetzte Verkehrs-

mittel machen flexibel“ und

„Effiziente Güterbeförderung durch

Automatisierung“. Automatisierte Sys-

teme machen das Autofahren sicherer,

umweltgerechter und effizienter. Friedrich

Eppel, stellvertretender Cheftechniker

beim ÖAMTC, spricht klar von „positiven

Auswirkungen von Assistenzsystemen und

unterstützenden Funktionen im Auto auf

die Unfallstatistik“.

Vernetzt fahren

Die Automobilhersteller

tüfteln seit Jahren am voll­

automatischen Auto. BMW

steht mit der Technologie rund

um „Connected Drive“, dem ver-

netzten Auto, weit vorne auf der Innovati-

onsliste. 2015 hat der bayerische Auto­

mobilhersteller einiges vorgestellt, etwa

die Apple Watch, die dank einer App die

kompletten Fahrzeugfunktionen der

BMW-i-Modelle steuert.

Mobiler Lebensraum Auto

Automatisiertes Fahren ist Realität und der

österreichische Staat fördert es mit 20 Millionen Euro,

bestätigt Minister Leichtfried. Erste Teststrecken

soll es laut einem Aktionsplan ab Herbst geben.

8

bestseller

_drei 2016