Previous Page  10 / 84 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 10 / 84 Next Page
Page Background

E

inige Wochen nach Einführung der neuen Face-

book Reactions steht fest: Nur 6,3 Prozent der Re-

aktionen auf einen Post sind Emojis. Somit bleibt

die Verwendung des Like-Buttons mit 93,7 Prozent unan-

gefochten an der Spitze der Gunst der User. Unter den

Emojis selbst ist das Love-Emoji am beliebtesten: 59 Pro-

zent der Facebooker wählen es, wenn sie dem klassischen

Like-Button ausweichen wollen. Auf Platz zwei folgt der

Wow-Button mit 27 Prozent. Die Haha-, Traurig- und

Wütend-Buttons werden hingegen nur in sieben, fünf und

zwei Prozent der Fälle angeklickt. Zu diesem Ergebnis

kamen Analytiker von MediaCom Deutschland in einer

Social-Media-Auswertung Ende März. Hierfür wertete

die Mediaagentur rund 510.000 Reactions der Facebook-

Nutzer auf 510 Posts von 44 deutschen Markenseiten im

Zeitraum von 24. Februar bis 9. März aus. In Österreich

gebe es eine derartige Untersuchung noch nicht, sagt

Nicola Divsalar, Marketingverantwortliche der österrei-

chischen MediaCom in Wien. Die Popularität der neuen

Facebook-Buttons nimmt laut Studie aber zu und die

Emojis per se gewinnen demnach als Erfolgsindikator im-

mer mehr an Relevanz. „Die

Emojis erlauben es

Nutzern, Gefühle

via Knopfdruck

mitzuteilen.

Marketer erhalten dadurch ein unmittelbareres Feedback

auf ihren Content, das deutlich spezifischer ausfällt als

ein simples Like. Das kann ein wertvolles Tool sein, wenn

es darum geht, relevanten Content zu identifizieren“,

resümiert Norman Wagner, Managing Director bei

MediaCom Deutschland. Interessantes Detail: In

84 Prozent der untersuchten Fälle reagieren die User

auf Posts mit Like-Button oder einem der neuen

Emojis. In elf Prozent der Fälle geben sie einen

Kommentar ab, aber nur

fünf Prozent teilen

Posts auch.

FH StPoelten/Claudia Mann

10

bestseller

_zwei 2016

Neue Facebook-buttons:

Eine Studie untersucht die

Beliebtheit der Emojis

besttrends

Alt, aber immer gut:

Emotion braucht die Marke!

Die Information und das Wissen sind nicht neu – aber es tut doch immer

wieder gut, es gesagt zu bekommen: Marken funktionieren dann am besten,

wenn sie mit Emotion aufgeladen werden. Ein Vertreter dieser These ist der

Psychotherapeut Reinhard Skolek (Bild), der erst jüngst bei der beliebten

„Brand Slam“-Vortragsreihe an der Fachhochschule St. Pölten darauf hinwies,

was bei Markentrends Sache ist. Danke, Herr Doktor – gut, dass Sie’s uns

wieder gesagt haben! Man kann das nicht oft genug hören.